Einführung: FI-Schutzschalter im Siemens-Portfolio
FI-Schutzschalter, international als RCD (Residual Current Device) bekannt, sind ein zentraler Bestandteil moderner Elektroinstallationen. Sie schützen Menschen vor lebensgefährlichen Fehlerströmen und sichern Anlagen gegen Brandgefahren. Siemens bietet ein breites Sortiment an FI-Schutzschaltern für unterschiedlichste Anwendungen. In diesem Beitrag stellen wir die FI-Schutzschalter (RCD) im Vergleich: Varianten, Auslösecharakteristiken & Einsatz von Siemens detailliert vor und zeigen praxisnahe Einsatzmöglichkeiten.
Grundlagen: Funktionsweise eines FI-Schutzschalters
Ein FI-Schutzschalter überwacht den Stromfluss zwischen Außenleitern und Neutralleiter. Sobald ein Differenzstrom erkannt wird – etwa durch einen Isolationsschaden oder direkten Körperkontakt – löst der Schalter innerhalb von Millisekunden aus. Dies macht ihn zu einer unverzichtbaren Schutzmaßnahme in Industrie und Gebäudetechnik.
- Normen: DIN EN 61008, DIN EN 61009
- Bemessungsfehlerstrom: 30 mA (Personenschutz), 100–300 mA (Brandschutz)
- Hauptfunktion: Personenschutz, Brandschutz, Anlagensicherheit
FI-Schutzschalter im Vergleich: Varianten von Siemens
Je nach Anwendungsfall stehen verschiedene Typen von FI-Schutzschaltern zur Auswahl. Siemens bietet alle gängigen Varianten:
Typ AC
Erkennt sinusförmige Wechselströme. Heute im industriellen Umfeld kaum noch gebräuchlich, da moderne Verbraucher komplexere Fehlerströme erzeugen.
Typ A
Erfasst sinusförmige Wechsel- und pulsierende Gleichfehlerströme. Standardlösung für viele Anwendungen in Gewerbe und Haushalt.
Typ F
Speziell entwickelt für Verbraucher mit frequenzgesteuerten Antrieben. Bietet verbesserte Störfestigkeit und eignet sich für Pumpen, Klimageräte oder moderne Motorsteuerungen.
Typ B
Erkennt auch glatte Gleichfehlerströme. Besonders wichtig für Photovoltaikanlagen, Frequenzumrichter und Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge.
Typ S (selektiv)
Selektive FI-Schutzschalter von Siemens lösen zeitverzögert aus. Sie werden in Hauptverteilungen eingesetzt, um sicherzustellen, dass bei einem Fehler nur der betroffene Anlagenteil abgeschaltet wird.
Auslösecharakteristiken von Siemens FI-Schutzschaltern
Die richtige Auswahl hängt nicht nur vom Typ, sondern auch von den Auslösecharakteristiken ab:
- Bemessungsfehlerstrom (IΔn): 30 mA (Personenschutz), 100–300 mA (Brandschutz)
- Auslösezeit: Sofort (Standard) oder zeitverzögert (selektiv, Typ S)
- Stoßstromfestigkeit: Besonders wichtig in Industrieanlagen mit hohen Einschaltströmen
Einsatzbereiche von Siemens FI-Schutzschaltern
Die Stärke des Siemens-Portfolios liegt in der Vielseitigkeit. Je nach Branche und Anwendung kommen unterschiedliche FI-Typen zum Einsatz:
Beispiel 1: Büro- und Verwaltungsgebäude
Einsatz von Typ A FI-Schutzschaltern (30 mA) in Endstromkreisen. Ergänzung durch Brandschutz-RCDs mit 100 mA für kritische Leitungsabschnitte.
Beispiel 2: Industrieanlagen mit Frequenzumrichtern
Verwendung von Typ B FI-Schutzschaltern für Maschinenstromkreise, kombiniert mit selektiven Typ S Geräten in der Hauptverteilung für mehr Selektivität.
Beispiel 3: Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge
Typ B FI-Schutzschalter sind hier unverzichtbar, da sie glatte Gleichfehlerströme sicher erfassen.
Vorteile von Siemens FI-Schutzschaltern im Überblick
- Breites Produktsortiment für alle Anwendungen
- Hohe Zuverlässigkeit und Langlebigkeit im industriellen Umfeld
- Kompatibel mit Siemens-Verteilertechnik
- Einfache Integration in neue und bestehende Anlagen
- Praxisgerechte Lösungen für Selektivität und Schutzkonzepte
Fazit: Der richtige FI-Schutzschalter für jede Anwendung
Die Auswahl des passenden FI-Schutzschalters (RCD) von Siemens ist entscheidend für die Sicherheit und Betriebssicherheit Ihrer Anlage. Unterschiede in Typen, Auslösecharakteristiken und Einsatzbereichen ermöglichen eine optimale Anpassung an individuelle Anforderungen. Mit Siemens setzen Sie auf Qualität, Zuverlässigkeit und Zukunftssicherheit.