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NH-Sicherungseinsätze – die häufigsten 7 Fehler und wie Sie sie vermeiden von Hager

Einleitung: Warum bei NH-Sicherungseinsätzen Sorgfalt zählt

In der industriellen Energieverteilung gehören NH-Sicherungseinsätze zu den wichtigsten Schutzkomponenten überhaupt. Sie schützen elektrische Anlagen vor Kurzschlüssen und Überlastströmen – und verhindern so teure Schäden oder Ausfälle. Doch in der Praxis kommt es häufig zu Installations- und Anwendungsfehlern, die die Funktionalität und Sicherheit der Anlage beeinträchtigen können.

In diesem Beitrag erfahren Sie, welche 7 häufigsten Fehler bei NH-Sicherungseinsätzen von Hager auftreten – und wie Sie diese gezielt vermeiden. So erhöhen Sie die Betriebssicherheit, verlängern die Lebensdauer Ihrer Anlagen und arbeiten stets normkonform.

1. Fehler: Falsche Dimensionierung der NH-Sicherungseinsätze

Ein häufiger Fehler ist die falsche Wahl der Nennstromstärke. Wird eine NH-Sicherung zu klein dimensioniert, löst sie bereits bei geringem Überstrom aus. Ist sie dagegen zu groß ausgelegt, bleibt sie im Fehlerfall aktiv und gefährdet die gesamte Anlage.

Lösung: Wählen Sie den Sicherungseinsatz anhand des Leitungsquerschnitts, der Strombelastung und der Netzart aus. Hager NH-Sicherungseinsätze sind in verschiedenen Größen (000 bis 3) und Stromstärken von 2 A bis 1250 A erhältlich – abgestimmt auf unterschiedlichste Einsatzbereiche in Industrie und Gebäudetechnik.

Praxis-Tipp:

Nutzen Sie die Bemessungsdaten aus der Anlagenplanung oder führen Sie eine Lastberechnung nach DIN VDE 0100 durch, um die korrekte Dimensionierung zu ermitteln.

2. Fehler: Verwendung der falschen Auslösekennlinie

NH-Sicherungseinsätze unterscheiden sich in ihrer Charakteristik. Ein häufiger Fehler ist die Verwechslung der Typen gG (Ganzbereichsschutz) und aM (Motorschutz). Das kann im Fehlerfall zu einer unzureichenden Abschaltung führen.

Lösung: Verwenden Sie für Leitungsschutz immer gG-Sicherungen und für Motoren oder Transformatoren den Typ aM. Die Hager NH-Sicherungssysteme erfüllen alle Vorgaben der IEC/EN 60269 und VDE 0636 und bieten präzise Auslöseverhalten für jede Anwendung.

3. Fehler: Unsaubere Verdrahtung und schlechte Kontaktierung

Ein klassisches Problem: lose Schrauben, unzureichender Anpressdruck oder oxidierte Kontaktflächen. Diese führen zu Übergangswiderständen, übermäßiger Wärmeentwicklung und im schlimmsten Fall zum Lichtbogen.

Lösung:

  • Verwenden Sie isolierte Werkzeuge und Drehmomentschlüssel.
  • Reinigen Sie Kontaktflächen vor der Montage.
  • Überprüfen Sie regelmäßig das Anzugsmoment nach Herstellerangabe.

Die Hager NH-Trenner und -Kontaktmodule sind so konstruiert, dass sie auch bei häufigem Schalten eine stabile Verbindung gewährleisten.

4. Fehler: Fehlende Prüfung nach der Installation

Nach der Montage der NH-Sicherungen verzichten viele Anwender auf eine abschließende Prüfung – ein riskanter Fehler. Selbst kleinste Montageabweichungen können zu gefährlichen Spannungsunterschieden oder Kontaktverlusten führen.

Lösung:

  • Führen Sie immer eine Sicht-, Isolations- und Funktionsprüfung durch.
  • Dokumentieren Sie alle Prüfergebnisse gemäß VDE 0100-600.
  • Verwenden Sie geeignete Prüfgeräte zur Kontrolle der Phasen und Übergangswiderstände.

So stellen Sie sicher, dass Ihre Hager NH-Sicherungssysteme korrekt und sicher arbeiten.

5. Fehler: Mischung unterschiedlicher Hersteller

In vielen Anlagen werden NH-Trenner, Halter und Sicherungseinsätze verschiedener Hersteller kombiniert. Das führt häufig zu Passungsproblemen und kann die Kontaktkraft beeinträchtigen.

Lösung: Verwenden Sie ausschließlich kompatible Systemkomponenten – idealerweise aus einer Hand. Hager NH-Systeme sind vollständig aufeinander abgestimmt, geprüft und zertifiziert. Das sorgt für sichere Montage, zuverlässigen Betrieb und vereinfachte Wartung.

Extra-Tipp:

Verwenden Sie im gesamten Verteiler konsequent Hager-Komponenten. So minimieren Sie Übergangswiderstände und reduzieren das Risiko thermischer Fehlerquellen.

6. Fehler: Fehlende Wärmeabfuhr

NH-Sicherungen entwickeln während des Betriebs Wärme. Wird diese nicht ausreichend abgeführt, kann es zu vorzeitiger Alterung oder sogar Ausfällen kommen. Besonders kritisch ist dies in dicht bestückten Schaltschränken.

Lösung:

  • Planen Sie eine ausreichende Luftzirkulation im Gehäuse ein.
  • Vermeiden Sie enge Einbauverhältnisse zwischen den Sicherungseinsätzen.
  • Prüfen Sie regelmäßig die Temperatur an den Kontaktstellen.

Die Hager NH-Systeme sind auf eine effiziente Wärmeableitung ausgelegt – vorausgesetzt, sie werden korrekt montiert.

7. Fehler: Unzureichende Kennzeichnung und Dokumentation

Ein oft unterschätzter, aber gravierender Fehler: fehlende oder unvollständige Beschriftung der Sicherungen. Dies erschwert Wartungsarbeiten und führt im Servicefall schnell zu Verwechslungen.

Lösung: Dokumentieren Sie jeden Sicherungseinsatz mit Beschriftung und Zuordnung im Schaltplan. Hager bietet hierfür praktische Beschriftungssysteme und Softwarelösungen, die eine eindeutige Zuordnung ermöglichen.

Fazit: Fehler vermeiden, Sicherheit gewinnen

Die richtige Anwendung und regelmäßige Prüfung von NH-Sicherungseinsätzen ist entscheidend für die Betriebssicherheit elektrischer Anlagen. Mit den hochwertigen Hager NH-Sicherungssystemen setzen Sie auf Zuverlässigkeit, Normkonformität und einfache Montage.

Indem Sie die hier beschriebenen 7 häufigsten Fehler vermeiden, erhöhen Sie nicht nur die Lebensdauer Ihrer Anlage, sondern erfüllen auch alle Anforderungen der VDE-, EN- und IEC-Normen.

In unserem Onlineshop finden Sie ein umfassendes Sortiment an Hager NH-Sicherungseinsätzen, Haltern und Lasttrennschaltern – ideal für den Einsatz in Industrie, Handwerk und Energieverteilungen.

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